GEYSO20
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Berthold Beier

1959 in Braunschweig geboren, 2016 verstorben
1993 bis 2011 im Atelier 

Das Werk des Malers Berthold Beier lässt sich in drei künstlerische Perioden unterteilen. Während er in seinem Frühwerk noch nach der für ihn gültigen Form sucht, sich ausprobiert und auch von außenstehenden Personen beeinflussen lässt, findet er Ende der 1990er Jahre zu einem festen Formenrepertoire, an dem er sich in den nächsten Jahren wieder und wieder abarbeitet. Im Mittelpunkt der in dieser Zeit entstehenden Bilder stehen in expressiver Weise mit breitem Pinsel auf großen Formaten in Acryl gesetzte männliche Figuren, aus Ovalen und Strichen konstruiert, auf abstrakt-farbigem Hintergrund. Die Figuren beherrschen seine Bilder bis 2006, werden im Laufe der Jahre durch einige andere wiederkehrende Formen ergänzt. Ab 2006 widmet sich Berthold Beier Bildern mit vertikalen Farbstreifen. Dieses neue Sujet verdrängt in der Folge sein bisheriges Formenrepertoire, sein Spätwerk bis 2011 widmet er ausschließlich den kraftvollen Streifenbildern.

Für Berthold Beier beginnt der künstlerische Arbeitsprozeß, bevor er den ersten Strich auf das Papier setzt, regelmäßig mit dem Zusammensuchen und Aufbauen der benötigten Materialien und Werkzeuge. Auch die Bildgestaltung nimmt Berthold Beier nach einem immer wiederkehrenden Schema vor. Jedem Bild liegt ein Gerüst aus lockeren Bleistift- oder Farbstiftlinien zugrunde, die wie feine Fäden über das Blatt gespannt sind. Diese Vorzeichnung wird in einem weiteren Arbeitsschritt Strich für Strich mit dem Farbpinsel nachgezogen. Arbeitet er ein zweites oder drittes Mal am selben Bild, orientiert sich Berthold Beier an den bereits vorhandenen Formen. Er geht mit dem Pinsel erneut ihrem Linienverlauf nach, so daß es zu Überlagerungen und Überschneidungen kommt, die dem Bild eine geheimnisvolle Mehrschichtigkeit und Tiefendimension verleihen.

Das Malen ist für Berthold Beier ein Prozeß, der nicht nur auf das Bildmotiv zielt, sondern über die Materialität der Farben, die Berührung von Pinsel, Farbe und Papier und den Rhythmus von Hand- und Körperbewegung zu einem umfassenden sinnlichen Erlebnis wird.

2019 Nur für eine Nacht 2.0, Villa von Amsberg, Braunschweig

2017 Nur für eine Nacht, Villa von Amsberg, Braunschweig

2017 devongreen + bambamblue, Galerie Geyso20, Braunschweig

2014 Zwischen Genie und Wahnsinn, SCHAU FENSTER, Raum für Kunst, Berlin

2013 Sammelstücke. Galerie Geyso20, Braunschweig

2012 Geyso 20 – Künstler im Dialog, Städtische Kunstsammlungen Salzgitter, Museum Schloss Salder

2009 VON NEONGELBGRÜN BIS CMINTOLBASGRÜN, Torhaus des Botanischen Gartens, Braunschweig

2009 Galerie für Outsider-Kunst zu Gast bei Hinz & Kunst, Graphikbüro Hinz & Kunst, Braunschweig

2009 2 x 2 Forum für Outsider Art in Europa, Kunsthaus Kannen, Münster

2004/2005 Kunst für Hannover, Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit, Hannover

2002/2003 Kunstatelier Lebenshilfe Braunschweig im Braunschweigischen Landesmuseum, Ausstellungszentrum Hinter Aegidien, Braunschweig

2001 Ausstellung ohne Titel, Anwaltsbüro Backhaus, Kramer, Maier, Braunschweig

2001 Ausstellung ohne Titel, Ratscafe, Salzgitter-Bad

1997 Kunst & Menschen haben sich etwas zu bieten, Ausstellung im Rahmen des Kulturfestivals „Kunst & Menschen haben sich etwas zu bieten“ in der Katholischen Fachhochschule, Mainz

1995 Erste Auswahl, Stadtbibliothek, Salzgitter-Lebenstedt

1995 Ausstellung aus Anlass eines Aktionstag der Lebenshilfe, Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn

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